Spendenaufruf Jonas

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Der Geniushof bittet dringend um Ihre Unterstützung:

2011_01_05 jonas _ leon 05hanna und leon 

„Leon ist mein einziger Freund, er versteht mich!“, sagt Jonas zu seinem Therapiebegleithund.

Wenn Sie diese Worte von einem Kind hören, welches seine Zuneigung zu einem Hund ausdrückt, empfinden Sie es vielleicht als nicht außergewöhnlich. Für seine Familie hingegen ist diese Aussage wie ein kleines Wunder.

Jonas ist sieben Jahre alt und besucht die erste Klasse einer Grundschule. Er leidet seit seiner Geburt an dem genetisch bedingten Asperger Syndrom. Dieses Syndrom ist eine Kontakt- und Kommunikationsstörung, die als Form von Autismus gesehen wird. Die Ursachen liegen in genetischen Einflüssen und Störungen in der  Hirnfunktion. Menschen mit dem Asperger Syndrom sind körperlich und geistig altersgerecht entwickelt  und  sie zeigen Inselbegabungen auf, in welchen sie Spezialisten werden.

Trotz dieser Fähigkeiten gelten sie als Außenseiter, besitzen selten Freunde und leben oft am Rande der Gesellschaft - sie wirken auf ihre Mitmenschen als ANDERS. ANDERS in ihrem sozialen Verhalten. Das Asperger Syndrom drückt sich über ein gestörtes Sozialverhalten aus, dazu gehören oft nur flüchtiger Blickkontakt, mangelndes Einfühlungsvermögen, besonders auffällig ist ihr Unverständnis für zwischenmenschliche Interaktionen und Situationen. Sie sind sozial isoliert und ecken auf Grund ihrer Verhaltensauffälligkeiten überall an.

Jonas ist gegenüber seinen Mitmenschen sehr distanzlos, er kann seine körperliche Kraft schlecht einschätzen. Ihm fällt es schwer Mimiken und Gestiken richtig einzuschätzen, dieses macht eine von ihm sehr gewünschte Kommunikation und Interaktion mit anderen Kindern fast unmöglich.

Jonas und Leon haben schon nach kurzer Zeit Zugang zueinander gefunden. Leon akzeptiert Jonas so wie er ist, und das ist für Jonas sehr wichtig, da er von seiner Umwelt oft ausgegrenzt wird. Durch die tiergestützte Therapie lernt Jonas spielerisch sein gestörtes Sozialverhalten zu verbessern – was bis jetzt in den anderen Therapien fehlgeschlagen ist. (Worte von seiner Mutter)

Mit der tiergestützten Therapie des Geniushof e.V. entdeckten Jonas Eltern eine Therapiemethode, die einen Zugang zu ihm ermöglichte. Der Therapiebegleithund erschafft eine Brücke zwischen der Therapeutin, Daniela E. Hahn und Jonas. Eigenständig begann Jonas bereits in der zweiten Therapiestunde die Kommunikation mit Leon, dem Therapiebegleithund. Durch Handzeichen führte er gezielt Aufgaben gemeinsam mit Leon durch, ließ Nähe zu und zeigte einen Ausdruck von Freude. Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie ist die Integration seiner Schwester Hannah. Zum Aufbau einer gemeinschaftlichen, liebevollen Beziehung zwischen den Geschwistern wird sie in die Therapie aktiv mit einbezogen. Auch sie darf mit dem Therapiebegleithund schmusen, ihn bürsten oder mit ihm arbeiten. Jonas nimmt somit keine Sonderrolle ein und die Beziehung der Geschwister wird über den Therapiebegleithund aufgebaut und gefestigt.

Diese Basis aus Vertrauen zwischen Leon und Jonas ermöglicht ihm die Förderung sozialer Verhaltensweisen, welche er langfristig auf den Umgang mit Menschen übertragen kann. Er erhält somit die Chance auf lange Sicht ein weitgehend eigenständiges und integriertes Leben führen zu können.

Die Therapiestunden mit seinem neuen Freund Leon zeigten erste Erfolge. Jonas ist bereits in der Lage in einem Team, bestehend aus Leon und Daniela E. Hahn, gemeinsam in konzentrierter und ruhiger Weise zu arbeiten - ohne sich zurückzuziehen. Diese kleinen, jedoch so wichtigen Erfolge sind beeindruckend und schenken den Eltern Kraft und Mut für die Zukunft.

Um diese Erfolge aufrecht zu erhalten sind kontinuierliche tiergestützte Therapien notwendig. Leider ist dies für Jonas Eltern aus eigener Kraft nicht mehr realisierbar. Jonas und seine Familie benötigen für die ganzheitliche und für sie so wertvolle Therapie Ihre finanzielle Unterstützung.

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